Funkenzunft Gaissau

 

Die Geschichte der unserer Gemeinde

Die Gemeinde Gaissau liegt in der nordwestlichen Ecke Vorarlbergs und ist umgeben vom behände dahinfliessenden Alten Rhein, dem Bodensee und den Riedböden der Nachbargemeinde Höchst. Sie ist damit zusammen mit Bangs und Meiningen einer der am westlichsten gelegenen Gemeinden Österreichs.

Die Fläche beträgt 532 ha, davon sind 179 ha Gewässeranteil.

Wohnten 1950 noch 589 Einwohner in Gaissau, so betrug die Einwohnerzahl 1997 bedingt durch den starken Zuzug und die rege Bautätigkeit schon 1392.

Der Name Gaissau ist erstmals vor ca. 1100 Jahren in einer Urkunde sichtbar. Er tauchte in der Beschreibung des Gemeindebezirkes ”Mark der Höchster” auf.

Genauere Bezichnungen über ”Gaysowe” beginnen erst im 14. Jahrhundert, als die Au zwischen Rheineck, St. Margrethen und Höchst zur ”Mark Höchst” gehörend, über die Grafen von Feldkirch zu Österreich kam. Nach den neuesten Geschichtsforschungen ist erwiesen, dass ”Gaißow bi Rinegg” ein Doppelhof war.

Der Namen Gaissau steht seit 600 Jahren für das heutige Gemeindegebiet. Die Herren von Rheineck waren ursprünglich die Besitzer des Hofes Gaissau, später kam der Besitz in die Hand des Klosters St. Gallen. Auch nach dem Frieden von Basel 1499, bei dem die Eidgenossen faktisch aus dem Reich ausschieden und die Grenze am Rein festgelegt wurde, behielt der Klosterstaat St. Gallen viele seiner Rechte bis zu dessen Auflösung im Jahre 1798. Somit stand Gaissau zwischen mehreren Herren.

Die Eigenständigkeit der Gaissauer ist bereits kurz nach 1500 aus Urkunden ersichtlich. 1755 bestätigte der Abt von St. Gallen die Gemeindeordnung von Gaissau. Die Gemeindebeschlüsse mussten jedoch vom ihm anerkannt werden, waren die Gaissauer doch seine Untertanen. Erst nach der Aufhebung des Klosters St. Gallen im Jahre 1798 kam Gaissau ganz unter die Herrschaft Österreichs.

Die Gemeinde wurde von einem Ammann, Hauptmann oder Vorsteher, ab 1934 von einem Bürgermeister geleitet. Die Bezeichnungen Ammann und Hauptmann für ein Gemeindeoberhaupt stammen von jenseits des Rheins und geben, wie verschiedene Gaissauer Familiennamen, Hinweise auf die örtliche Besiedlungsgeschichte.

Bis 31.12.1929 waren die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch und das Bezirksgericht Dornbirn für Gaissau zuständig. Aus verkehrstechnischen Gründen wurden mit Wirkung vom 1.1.1930 Höchst, Fussach und Gaissau der Bezirkshauptmannschaft Bregenz und dem Bezirksgericht Bregenz zugeteilt.

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last up date: 07.02.2020 by Mäf