Schi-Opening 2017

Schiopening „Gaißauer Streif“ am Fuße des Gaißlernhanges

100 Jahre Schiverein Gaißau

 

Es war wohl an einem jener verhängnisvoll langen Abende in der Funkenhütte, in der man in gewohnt gemütlicher Funkerrunde darüber sinniert hat, was man denn in Gaißau Neues auf die Füße stellen könnte, um unseren Funkenbau in Wien zu finanzieren. Es kamen – man kennt uns ja – die ausgefallensten Ideen auf den Tisch, die wir dann ausgiebigst in Ausführbarkeit und Sinnhaftigkeit untereinander verglichen haben. Eine Idee war: Wir bringen den Schiweltcup nach Gaißau auf knapp 400 Meter Seehöhe und holen die Großen des Schiweltcups zurück auf die „Streif“ am Gaißlernhang. Wir hatten nämlich in den Archiven alte Chroniken und Schriftstücke gefunden, wonach vor 100 Jahren einige tapfere Funker einen Schiverein gegründet hatten. Aus den Chroniken war zu lesen, dass fantastische Schirennen, geniale Siegerehrungen und Feiern damals schon und in den Jahren nach den Kriegen stattgefunden hatten. Diese Geschichten inspirierten uns, diese Rennen wieder aufleben lassen. Und so wurde der derweil stillgelegte Schiverein kurzerhand wieder aktiviert, die alten Pläne einer Schirampe namens „Gaißauer Streif“ herausgezogen, in einigen wenigen Wochen neu geplant und in die Tat umgesetzt. Man könnte schon fast von einer Nacht- und Nebelaktion reden, so schnell stand die Schirampe in Richtung Funkerhütte und überragte alles, was in Gaißau jemals als „Bauwerk“ errichtet worden war. Bauwerk – ja da müssen wir noch etwas nachhaken. Wie wir alle wissen, durfte das Rennen auf der „Streif“ dann nicht durchgeführt werden, weil uns die zig Bewilligungen gefehlt hatten. Klar - hatte doch vor 100 Jahren nun wirklich keiner an eine Bezirkshauptmannschaft gedacht, als man die ersten Pläne der Schirampe aus der Feder zauberte. „Jetzt erst recht“ war die Devise, und so legten wir Funker erst richtig los. Es wurden kurzerhand 450 Tonnen Schnee aus dem Wald herangekarrt, um doch noch einen Schihang ins Rheinvorland zu stemmen. Am 18.02.2017 war es dann so weit – die Zuschauer kamen in Scharen, die Rennen waren herausfordernd, gewohnt gefährlich und den Sieg durfte Jannik Rasser aus den Reihen von Georgs Fäscht davontragen. Die Party während und nach den Rennen, am Abend in der Funkenhütte, war legendär und wird uns - wir hoffen auch euch - immer in Erinnerung bleiben! Wir bedanken uns bei allen, die das alles möglich gemacht haben, bei allen Gästen und allen Fans der Funkenzunft. Wir sind wirklich stolz darauf, die legendären Rennen am Fuße des Gaißlernhanges wieder ins Leben gerufen zu haben. Ob eine Fortsetzung folgt…. wir werden sehen!